Antifaschismus — ein deutscher Mythos by A. Grunenberg

By A. Grunenberg

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Die marxistische Variante der Umgestaltung der Moderne war im Kern nicht so unterschiedlich von der Vision Max We43 bers. Auch bei Marx und Engels handelte es sich um ein giganti­ sches Umgestaltungsprojekt innerhalb der Moderne, allerdings auf der Grundlage einer sozialen Umwälzung. Die sozialdemokratische Variante der Modernisierung setzte ebenfalls auf eine gebändigte Moderne. Aber sie unterschied sich zunehmend von der orthodox marxistischen dadurch, daß sie einen starken, sozial orientierten Interventionsstaat schon für die Gegenwart einforderte.

Der Um­ stand, daß die nationale Eigenständigkeit der Politik im alltäg­ lichen internationalen Handelsbetrieb unterzugehen drohte und politisches Handeln nur mehr nach den Kriterien der Rationalität und Effektivität bewertet wurde, also angeblich vom Zweck zum Mittel herabsank, brachte die nationale Opposition auf den Plan. Die Ausbreitung der liberalen Ideenwelt und ihre politische Ein­ fallslosigkeit hat der Soziologe Max Weber in geradezu visionärer Weise beschrieben. Seine Analyse der Organisationsprinzipien der modernen Gesellschaft enthiell in verdichteter Form das, was in Wirtschaft und Politik, in Kultur und Gesellschaft täglich ge­ schah und was Millionen von Menschen am eigenen Leibe erfuh­ ren: den Zusammenbruch alter Gewißheiten, die Säkularisierung und Ökonomisierung für endgültig gehaltener sozialer Hierar­ chien, die Entwertung von Werteordnungen.

Tausende von jungen Frauen haben ihren Männern, die sie nie mehr Wieder­ sehen sollten, begeistert nachgewunken. In der Literatur ist die­ ses kollektive «Gefühl» in den verschiedensten Varianten be­ schrieben worden, von Ernst jünger («In Stahlgewittern») bis zu Erich Maria Remarque («Im Westen nichts Neues»). Das Bewußtsein, daß die Well so nicht weiterleben könne, teil­ ten Rechte mit Linken, wenngleich mit unterschiedlicher Aus­ prägung. Ernst Jünger entdeckte im Krieg den hehren einzel­ nen, die Führerpersönlichkeit, die im Erlebnis des Tötens oder 48 der Gefahr des Getötetwerdens den Ausdruck eines neuen, rei­ nen Lebensgefühls erfuhr; Erich Maria Remarque dagegen be­ schrieb den Krieg als sinnloses Leiden.

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